Hughenden

Bei Cimburra führt eine Brücke über den Campaspe River. Und zu unserem Erstaunen sahen wir im Fluss sogar bei der vorhandenen Trockenheit fließendes Wasser. Interessanter noch ist aber die Eisenbahnbrücke neben der Strasse, die das Schienenbett erhöht, weit vor dem Flussbett beginnt, und so wahrscheinlich das Hochwasser von den Gleisen fern hält. Die Langeweile der Eintönigkeit der Fahrt und der Umgebung wird jetzt durch die einmalige australische Straßengestaltung des Highways vertrieben. Flinders Hwy nach HughendenDas Asphaltband verschmälert sich nämlich derart, dass ein Truck gerade noch Platz hat. Dafür haben die Aussies mit dem Bagger einfach die Randbereiche der Strasse abgetragen und dort roten Sand aufgeschüttet und verdichtet. Eine „ideale“ Fahrbahn, um hinter einem Truck zu fahren, den man nicht überholen kann. Und das bei dem Mangel an Autowaschanlagen in Down under! Immerhin hat uns der Truckfahrer nach etwa 10 Kilometern vorbeigelassen. Unser heller Wagen war jetzt rot. Eigentlich suchten wir nun, nach mittlerweile 680 Kilometern Fahrt, eine Unterkunft. Doch die kleinen Orte nach Charters Tower gefielen uns nicht. Krampfhafte und kuriose Versuche durch „Town Hall“, Pubs, die sich Motels nannten, und einigen antiken Tankstelle Gäste anzulocken. Was machen die Menschen, die dort leben beruflich?

Auf nach Hughenden
Wir wussten, dass es bald anfangen würde zu regnen. Und ich wollte auf keinen Fall dann am nächsten Tag durch den roten Schlamm fahren. Also sind wir an diesem Tag insgesamt 725 Kilometer gefahren. Es hat sich gelohnt. Denn im Royal Motel von Hughenden fanden wir eine ansprechende Unterkunft. Und einen Wasserschlauch, mit dem ich den roten Staub vom Auto abspritzen konnte. Der zuverlässige Wagen hatte zumindest die Grobreinigung verdient. Der Himmel über uns wurde immer dunkler. Und die Motelbesitzerin meinte, dass in einer Stunde ein starker Regen käme. Dagmar hatte nach der langen Tour keine Lust mehr auf einen kurzen Stadtbummel. Zumal die 1.500 Seelen Gemeinde Hughenden außer „Hughie“, dem Skelett eines 7 Meter mal 3,5 Meter großen Dinos, eines Muttaburrasaurus, im Flinders Discovery Centre und den historisch Coolabah Tree, den Walker und Landsborough auf ihrer Suche nach der verschollenen Expedition von Burke und Wills 1861 markierten, nicht viel zu bieten hat. Es sei denn, man nimmt sich mehrere Tage Zeit, um die vier National Parks im Umkreis von 70 Kilometerum Hughenden , zu erforschen und im Edelsteinfeld des Chudleigh Parks nach Saphiren, Chrysolithen und Rubinen zu suchen.

Hughie der Saurier in HughendenHughie und Mutt
Es ist 10 Minuten vor 17.00 Uhr. Eigentlich schließt das Museum 17.00 Uhr. Der Leiter war aber so nett, dass ich im Schnelldurchlauf wenigstens „Hughie“ und das Display der neuen Porcupine Gorge National Park Interpretation anschauen konnte. Den Gefährten von „Hughie“ nämlich „Mutt“ hatte ich schon beim Gang zum Museum in der Stadt entdeckt. Etwas ist noch erwähnenswert. Hughenden ist einer der Eckpunkte des „Australian Dinosaur Trail“ Dreiecks. Aber darüber werde ich in der Geschichte „Australiens Dinosaurier Trail in Queensland“ erzählen
Coolabah TreeNoch bei der Suche nach dem Coolabah Tree setzte der Regen ein. Es wurde ziemlich dunkel. Mein Bild ist da natürlich nur ein dunkler unansehnlicher Asthaufen. Folglich habe ich hier ein Bild des Flinders Discovery Centre abgebildet. Ich kam aber noch vor dem Tropengewitter ins Hotel.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte