Irvinebank

Nicht weit von Herberton liegen  Irvinebank und Watsonville. Etwas südlicher von Ravenshoe am Rande der Misty Mountains kommt noch Emuford dazu. Alles berühmte Zinnstädte. In Irvinebank, auf staubiger Strasse 27 Kilometer von Herberton entfernt, arbeitete einst „The Great Southern Mine“. Die für immer mit dem Namen des Unternehmers John Moffat, der hier ein Imperium errichtete, verbunden bleiben wird. Die Zinnvorkommen hatten Gibbs, MacDonald und Eels bei einer Exkursion entdeckt. Aber ohne die in Europa von Moffat entwickelte Abbautechnik, die er zufällig zum günstigsten Zeitpunkt 1883 in Irvinebank zum Einsatz brachte, wäre die Effektivität des Abbaus bedeutend geringer gewesen.
IrvinebankMoffat war nicht nur Minenbesitzer, denn er kaufte für sechs Tausend Pfund die Anteile von Gibbs. Nein auch ein erfolgreicher Landwirt und Geschäftsinhaber. Er machte in Irvinebank sein Glück und den Ort zu einer Gemeinde mit 3.500 Einwohnern. Gegen alle Warnungen und Kritiker baute er einen Damm, der Wasser für die Batterien lieferte. Der Damm steht heute noch. Atemberaubende Stille, alte Häuser, menschenleere Strassen, fliegend Hunde hängen an den Bäumen, die die Strasse säumen, und eine historische Kneipe. So stellt man sich eine Geisterstadt vor.
Trotzdem leben heute noch rund 90 Einwohner in dem kleinen Ort, der aber ein Mal jedes Jahr, als Etappenziel der ersten Etappe des Crocodile Trophy Radrennens, allgemeine Aufmerksamkeit bekommt.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte