Matilda Hwy

Der beste Weg zum Matilda Highway
Eigentlich hatten wir schon in Deutschland entschieden, von Cairns über den Savannah Way, also durch Georgetown und Croydon, in Normanton den Matilda Hwy zu erreichen. Da kamen uns aber in Cairns Zweifel. Alle, mit denen wir sprachen, rieten ab, diesen Weg zu nehmen. Es sei denn, wir lieben die langweilige Einsamkeit der Savanne, wie man diese Form des Outbacks bezeichnete. Dann kam noch das Argument der bevorstehenden Regenzeit, dass die kleinen Tankstellen nicht immer geöffnet hätten, dass die Strasse zum Teil nicht so gut sei. Es gäbe zwar heiße Quellen, Lava Formationen, kleine Seen und ursprüngliche Schluchten. Na und? Davon hätten wir in Down under doch nun mittlerweile genug gesehen.  

Leichhardt würde es uns sicher nicht übel nehmen, wenn wir statt der Gulf Development Road über Townsville auf dem Flinders Hwy, dem Overlander Way, nach Cloncurry fahren würden. „Ihr braucht von Cloncurry nur mal 20 Kilometer nach Norden in Richtung Burke and Wills Roadhouse zu fahren. So ist die gesamte Strecke bis Normanton.“ Und da wir bis jetzt nur gute Erfahrungen mit der Befolgung der Ratschläge von australischen Hoteliers gemacht hatten, folgten wir dem Rat und starteten am 17. November in Richtung Townsville nach Süden, auf dem Bruce Hwy, der bis Brisbane führt. „The Bruce“ ist 1720 Kilometer lang und wurde 1934 eingeweiht. Von der Küste bekamen wir nur hin und wieder etwas mit, obwohl der Hwy die 350 Kilometer bis Townsville parallel zur Pazifischen Ozean führt. Schon in den Morgenstunden war es ziemlich warm, aber leicht bewölkt. Zuckerrohr-Fabrik in QueeslandSofort ins Auge fiel die große Zuckerrohrfabrik bei Babinda. Der altertümliche Koloss arbeitet noch. Eine Kleinbahn, die Sugar Cane Rail, bringt voll beladene Wagen in die ziemlich verrosteten Betriebsanlagen, die mich, auch wegen der hohen Schlote, sehr an die Maxhütte bei Unterwellenborn zu DDR Zeiten erinnerten.
So ging es weiter nach Süden. Rechts von uns Bananenplantagen, links Zuckerrohr. Und das Wetter trübte sich weiter ein. An einigen Bergen hingen schon ziemlich dicke schwarze Wolken. Eine landschaftlich abwechslungsreiche Fahrt, zumal die Trucks hier nicht die Länge derer in WA hatten, und die Fahrer auch einigermaßen gesittet fuhren. Die vielen Wasserfälle des Tafellandes setzten sich auch nach Süden fort. Immer wieder kamen Wegweiser, die zur Fahrt in den Millstream National Park oder Lumpholtz National Park zum Besuch der Fälle einluden. Echte Queensland Häuser und die regelmäßige XXXX (Four X) Reklame erinnerten kontinuierlich daran, wir sind in Queensland.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte