Berge

Im Fernsehen wurde auch nun schon seit Tagen über das Todesurteil gegen einen Australier in Singapur diskutiert. 400 g Heroin versuchte er aus dem Land zu schmuggeln. Trotz aller Gnadengesuche wurde er schließlich hingerichtet. Und mir hat die Konsequenz des Ministerpräsidenten von Singapore auch gegenüber Premier Howard imponiert!

Am nächsten Morgen ging es mir schon deutlich besser. Guido hatte Recht. Die Sonne schien. Es war schon 08.00 Uhr und ziemlich warm. Die Sunshine Coast mußte sogar drei Tage Dauerregen überstehen. Besonders der exklusive Badeort Noosa Head bekam jeden Tag rund 260 mm Regen ab. Die meisten Häuser standen unter Wasser, Straßen waren einfach weg gebrochen und an Baden war nicht mehr zu denken.

Lokkout 589Aber hier herrschte Sonne pur. Was für eine tolle Gegend. Du fährst die Strasse lang, und nach der Kurve kommt ein Berg, nach der nächsten Kurve der nächste Berg. Unser erstes Ziel war Mt. Beerburrum, eine 276 Meter hohe Felssäule. So könnte ich später sagen, in Flinders Spuren gewandelt zu sein. Aber Matthew Flinders hatte sicherlich keinen asphaltierten Aufstiegsweg vorgefunden. Mann, ging das steil nach oben. Etwa 1000 Meter supersteiler Anstieg. Da mußte sogar ich eine Pause einlegen. Der Begriff „Gesundheitsspaziergang“ ist eine Verhöhnung der Kletterer. Immer steht in den Touristeninformationen, dass die wunderbare Aussicht alle Anstrengungen vergessen lässt. Naja! Es war auf alle Fälle eine ziemliche sportliche Herausforderung für einen Grippekranken. Und auch Dagmar, die unten gewartet hatte, kam noch zu ihrem Rundblick. Der 589 Meter hohe „Lookout 589“ ist mit dem Auto zu erreichen.

Bis zur Küste kann man sehen. Und der 800 Meter lange Rundgang unterhalb des Lookouts war leicht und bot eine ebenso interessante Vegetation, wie einen schönen Ausblick. Eine Besonderheit ist das hier wachsende Leptospermum leuhmanii, eine Myrtenart.

Lokkout Touristenweg am BergSo sind wir zu verschiedenen Bergen gefahren. Am höchsten Mt. Beerwah, dem Mutterberg, werden drei Touren angeboten. Darunter auch eine 2,6 Km lange sehr steile und schwierige Gipfeltour. Uns haben die Eucalyptus- Wälder am teilweise bewachsenen Berg sehr gefallen. Die hatten wir schon vom Lookout gesehen. Und das Berghochland, sowie das Buschland, 23 Hektar Wald, 1930 gepflanzt, sind vom Aussichtspunkt einzusehen. Queensland kann 85% des Holzbedarfs aus eigenem Holzschlag sichern. Deshalb gibt es auch ständig Neuanpflanzungen. Der derzeitige kommerzielle Wald darf erst 2020 gefällt werden.

Am Mt. Nyungun ging es 800 Meter gemütlich hinauf und dann kam ein Steilstück von 600 Metern, das mich an den Mt. Warning bei Murwillumbah in NSW erinnerte. Als ich oben war suchte ich zunächst eine Couch, dann dachte ich sterben zu müssen. Aber mit der Zeit erholte ich mich. Hier gibt es eine Stelle, wo der vulkanische Ursprung durch Kaskaden von hexagonalen Säulen sehr schön zu sehen ist.

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