Amazing Brisbane

The amazing Brisbane

Sehr früh, gegen 6.00 Uhr, sind wir von Murwillumbah im Tweed Valley schon losgefahren. Entlang dem Hwy neben dem Tweed River nach Kingscliff. Nebel lag auf der Flussniederung, reichte bis auf die Strasse. Während ich noch dachte, dass jetzt bald der Berufsverkehr beginnen wird und das Fahren im dichten Nebels gefährlich werden könnte, lösten sich die Schwaden mit aufsteigender Sonne innerhalb weniger Minuten auf. Nur noch über den Feldern des Tales lagen einige „Gardinen“, die zu den Bergen zwischen Tal und Ozean zogen. Ziemlich zügig kamen wir nun vorwärts. Bald erreichten wir die Küste und staunten über ein dort entstandenes riesiges Urlauberzentrum. Die Gold Küste! Diese schnellste in Oz gewachsene Metropole erwartet jährlich vier Millionen Urlauber, denen alles, wirklich alles geboten wird.

Amerikanisierung pur! Badestrände, Vergnügungsparks, Spielcasinos, Unterkünfte jeder Preisklasse garantieren über das ganze Jahr „Urlaub total“. Natürlich ist das reizvolle Hinterland ein nicht zu vergessender Erholungsfaktor, das erkennen auch die Betreiber, die mit dem Slogan „ Grün hinter Gold“ für Ausflüge in die Umgebung werben. Malerische Namen hat man sich für die Küstenbereiche ausgedacht. Palm Beach, Mermaid Beach, Miami usw. Und von Tweed Heads bis Surfer Paradise hat uns der Goldstrand auch sehr gut gefallen. Die Bebauung war der Natur angepasst. Hier standen wenige hohe Hotels, mehr Flachbauten, die den Blick aufs Meer auch von der Strasse erlaubten. Buchten zwischen bewaldeten Zonen, in denen geschwommen werden konnte. Bis Broadbeach haben wir auf der Karte 17 bewachte Badeplätze entlang des Gold Coast Hwy, auf dem wir jetzt fuhren, gezählt. Aber dann kam die pure Konzentration. Zunehmend nahmen monumentale Hotelhochhäuser zu. Ab Surfers Paradise herrschte die Steinwüste. Man hat keinen Blick mehr aufs Meer, müsste über die Uferstrassen erst Hinlaufen. Trotzdem unterbrechen grüne Inseln immer wieder die Parade der Steinkolosse. Sicher würde jeder hier „seine“ Badestelle finden. Aber im „Mallorca“ Massenansturm? Dass dem so ist, beweisen auch die 17 McDonalds Läden, die 11 riesigen Einkaufszonen. Dieser Rummel wäre nichts für uns, die wir an der Westküste mit Ruhe und Abgeschiedenheit verwöhnt wurden. Also weiter nach Brisbane. Ach so! Etwas fanden wir im Verhältnis zu Urlaubszentren von West Australia absolut positiv. Die niedrigen Benzinpreise an allen Tankstellen der Goldküste.

Gerade an diesen Benzinpreisen erkannten wir einen gravierenden Unterschied zu Deutschland. In WA forderten nämlich die Abgeordneten die Ölmultis auf, die Obergrenze für Normalbenzin auf 90 Cent zu begrenzen. Sie drohten sogar mit parlamentarischen Schritten. Eine Haltung, die in Deutschland undenkbar wäre, ist doch der der Staat der Preistreiber.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte