Brisbane Valley

Seit über 6000 Jahren lebte das Aboriginal People in derGegend des Brisbane Valleys. Mit der Verlegung des Strafgefangenenlagers 1824 von Redcliffe an den Brisbane River begann auch die Erforschung und Besiedlung des Brisbane River Tals. Schon 1823 hatte John Oxley den Fluss entdeckt, erforscht und benannt. Bis 1829 wurden etappenweise die Gegenden des Brisbane Valley bis Esk erforscht. Und die Siedler ließen nicht auf sich warten. Die Namen McConnel, Bigge, MacKenzie und Balfour stehen in den Annalen der Geschichtsschreibung.

Zunächst entdeckte Patrick Logan 1826 Berge aus Kalkstein. Der Gewinnung dieses wichtigen Bestandteils des Mörtels verdankt Ipswich seine Entstehung. Die Sträflinge bauten dort den Kalkstein ab. Und 1842 kamen die ersten Siedler in die Gegend.

Und der Siedlerstrom ließ sich nicht mehr aufhalten. Vom Süden und Osten kamen sie in das Tal. Sie nutzten die Wege der Ureinwohner zu ihren Zeremoniestätten in den Bunya Mountains, was natürlich zu Ärger und Konflikten führte. Aber mit dem Einzug der Holz- und Milchviehindustrie mussten die Ureinwohner weichen. Eines der ersten Reservate war Cherbourg. Die weitere Entwicklung verlief kontinuierlich. Immer mehr Menschen kamen ins Valley. Sie folgten den Goldfunden, den Kupfervorkommen, den ersten Kohlefunden in Queensland und der Endeckung von Salz, das die Entstehung der ersten Konservenwerke ermöglichte. Dann kam die Baumwolle. Und die Landschaft entlang des Brisbane River veränderte sich. Auch eine Eisenbahnlinie von Esk nach Fernvale, dem damaligen Zentrum der Baumwolle, wurde gebaut. Das Eisenbahnnetz im Tal hat man bis 1900 ständig ausgebaut. Und auch die Holz- und Milchindustrie profitierten von dem schnellen und billigen Transport nach Brisbane.

Die Ureinwohner im Brisbane Valley scheinen heute kein Thema mehr zu sein.

Brisbane Valley - Spectacle GardenJede australische Landeshauptstadt hat ihren Vorzeigepark. Der Royal Botanic Garden in Sydney, der Kings Park in Perth, die King’s Domain in Melbourne, der Botanische Garden in Adelaide, der Bicentennial Park in Darwin steht das Roma Street Parkland in Brisbane in nichts nach. Diesen Park hatten wir uns 2004 für den nächsten Besuch aufgehoben Die 16 Hektar große Fläche hat eine Geschichte. Diente doch das Areal vor der europäischen Besiedlung als Versammlungs- und Zeremonie Platz der Ureinwohner. Vorbei!

Durch die Vereinigung mehrerer Objekte, wie des früheren Brisbane Parks, eines ehemaligen Erholungsparks von 1887, dem Gelände eine Waisenhauses und des früheren Güterbahnhofs, entstand der größte städtische subtropische Garten der Welt. In verschieden Bereichen wachsen die saftigen Sukkulenten des ariden Klimas, Regenwaldfarne, Gewächse des Küstenfeuchtlandes. Und genau in der Mitte der Spectacle Garden, ein Bereich mit im Laufe eines Jahres ständig wechselnd blühenden Pflanzen.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte