Guido Schouteten

Der Mt. Coonowrin (auch Mt. Crookneck) wird in einigen Reisführern noch als beliebter Kletterfelsen angegeben. Der Nickname „Danger Mountain“ ist ein Hinweis auf die vielen Unfälle am Berg. Er ist heute für Kletterer verboten. Trotzdem gibt es genügend Irre, die sich daran nicht halten und durch die Lücken im Zaun zum Berg gehen.
So sind wir viele der 11 Berge zumindest angefahren und sind wenigstens einige Schritte am Grund gegangen.

Am Montag, dem 5. Dezember wollten wir weiter nach Brisbane, da am nächsten Tag der Autotausch vorgesehen war. Vor der Abfahrt bestand Zeit, einige Worte mit Guido Schouteten zu wechseln, der von einer Segeltour am Wochenende braun gebrannt vor mir stand. Ein interessanter junger Mann. 37 Jahre alt, ledig, keine Kinder, studierter Finanzwissenschaftler, Besitzer eines großen Caravan Parkes. Guido ist das, was man in Deutschland und Australien eine gute Partie nennt. Ein gut aussehender, umgänglicher und intelligenter Mann mit Manieren. „Meine große Liebe ist zurzeit mein Segelboot“ meint er lachend, als ich ihn auf sein Singledasein ansprach. Das Segeln ermöglichen ihm seine Eltern, die mit im Park wohnen und am Wochenende den Park betreuen. Vor 23 Jahren kam Guido Schouteten mit seinen Eltern aus Holland nach Down under. Die Grundschule beendete er in Australien, besuchte dann die Highschool und studierte anschließend Finanzwissenschaften.

In einem Steuerbüro in Brisbane hat Guido Schouteten 13 Jahre erfolgreich gearbeitet. Dann erfüllte er sich seinen Wunsch, ein eigenes berufliches Betätigungsfeld zu haben. Er kaufte den Park und baute diesen von Jahr zu Jahr größer und attraktiver aus. Zurzeit vermietet er 10 Units, jede Menge Camping- und Zeltplätze. Der Mann ist bei aller Freundlichkeit ein Realdenker. Und ich glaube ihm, dass seine Träume von einem Park mit bis zu 120 Plätzen schon wirtschaftlich durchgerechnet und geprüft sind. Seine Dauercamper mieten den Platz oder einen Caravan von ihm zu fairen Preise, erhalten bei Langzeitmiete eine Preisreduktion. Wasser ist im Mietpreis enthalten. Strom ist extra.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte