Queen Street

Wie schon 2004 erlebten wir die Brisbanites wieder als freundliche und höfliche Gastgeber. Bis auf die Dame im Internet Point in der Edward Street. Noch vor einem Jahr lernten wir dort den Besitzer kennen, haben uns über Australien, Deutschland, Autos, Brisbane usw. sehr nett unterhalten. Diesmal saß eine etwas dickliche junge Frau am Office, die gerade mit einer Backpackerin im Disput über einen Internetrabatt durch einen Backpackerpass war. Die beiden konnten sich nicht einigen. Schweiften aber zwischendurch mit Erzählungen über das Great Barrier Reef ab. Nach vier Minuten reichte es mir. Ich sagte der Angestellten, dass wir nur einen Internetzugang suchen. Die junge Frau schoss wie von einer Tarantel gestochen hoch und zischte mich an, ob ich nicht warten könne, wenn sie mit einer Kundin sprechen würde. Das wäre ein gute Gelegenheit gewesen, einiger meiner speziell für Down under gelernten Schimpfwörter los zu werden. Ich habe es nicht getan, sogar noch „Bye“ gesagt. Und wir haben den unfreundlichen Raum verlassen. Die Stadt hat sich nicht viel verändert in diesen zwei Jahren. Auch nicht die Mall, die immer noch das Zentrum des Einkaufs, des Bummelns und des gemütlichen Verweilens war. Obwohl es an der heutigen Mall früher einen Züchtigungsplatz für Strafgefangene gab. Aber schon 1902 pulsierte für die damalige Zeit großstädtisches Leben in der Queen Street.

Old Queen SteetDie schon im vorigen Buch erwähnten Straßennamen in der City zeigen noch eine Besonderheit. Alle wichtigen Straßen der Nord Süd Richtung tragen weibliche Namen. Die in Ost West Richtung verlaufende Straßen haben männliche Namen.
Sicher aber hat die Verkehrsdichte zugenommen. Mit großem Vergnügen fuhren wir wieder über die Story Bridge. Ich hab es gleich zwei Mal getan. Natürlich sind wir auch wieder über die Mall geschlendert und landeten kurz vor der Victoria Bridge auf einen riesigen Bauplatz. Diese Freundlichkeit und die Hilfsbereitschaft der Menschen! So die junge Frau, die uns auf die roten Busse aufmerksam machte, mit denen man kostenlos im Stadtverkehr fahren konnte, der freundliche Taxifahrer, der uns dann zu Apollo brachte. Und auch die Mitarbeiter dort. Immer freundlich trotz erheblichen Stress bei so vielen Kunden und in der Hitze des Mittags. Wir wollten im German Club an der Vulture Street Mittagessen. Die hatten aber trotz angeschlagener Öffnungszeiten nicht geöffnet. Und das Beste an der Bude von außen war die Leuchtreklame für XXX Bier. Eine Leuchttafel der Brauerei. Dass man sich auf die Öffnungszeiten nicht verlassen kann, bestätigte uns ein australisches Paar, die ebenfalls umsonst vor der Tür standen, und meinten, nun würden sie nicht mehr hierher kommen.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte