Hervey Bay

Hervey Bay DistriktHervey Bay ist ein Distrikt und eigentlich kein Ort. Schon 1850 kauften hier Anleger große Landflächen. Doch die „Beach Front Town“ entstand erst, als 1868 durch eine Parzellierung erschwingliche Preise für eine Ansiedlung vorlagen. Seit dieser Zeit ist der Ort ständig gewachsen. In den drei ehemaligen Fischerdörfern und den drei Hinterlandorten leben zurzeit 49 Tausend Menschen. Eine Zahl, die sich durch die Touristen maßlos erhöht.

Der Distrikt Hervey Bay umfasst das Land von Gatakers Bay bis River Head mit den fließend ineinander übergehenden Ortschaften Pt. Vernon, Pialba, Scarness, Torquay und Urangan. Das ist schon ein attraktiver Seebadeort. Der goldgelbe Sand, das kristallblaue Wasser, das ständige mediterrane Klima sind Asse, die stechen. Dazu soll das Wasser angeblich frei von Haien und Quallen sein.

Allerdings hat man es wohl in den letzten Jahren mit der Zimmerbereitstellung etwas übertrieben. Es waren nämlich überall preiswerte Unterkünfte zu mieten. Und auch in den vielen Cafes und Restaurants entlang der bunten Esplanade gab es immer einen freien Tisch. Neben Fischen, Bootfahren, Tauchen und Surfen bietet der Ort Betätigungsfelder wie Golf, Tennis, Squash, Bowling und natürlich auch einen unvergesslichen Ausflug nach Fraser Island. Eine Insel, deren bewaldete Berge man vom Ufer sehen kann.

Hervey Bay - Wale WatchingDer Name „The Whale Watching Capital of Australia“ für den Ort soll aussagen, dass hier jedes Jahr die besten Möglichkeiten zur Humpack Walbeobachtung zwischen Juli und November bestehen. Dann ziehen die Wale weiter nach Süden, zur Antarktis. Das jährliche Walfestival im August ist ein Höhepunkt. Es beginnt jedes Jahr mir der Segnung der Walflotte. Ein Umstand, den die Wale sicherlich nicht begrüßen. Auch Delphine, Seekühe und Schildkröten kann man beobachten.

Als Ikone bezeichnen die Einheimischen ihre 868 Meter lange Jetty, die im März 1917 eröffnet, zunächst als Verladehafen für Kohle, Holz und Zuckersäcke diente. Bis zu 20 Tausend Tonnen konnten von den Zügen, die zum damals 1107 Meter langen Pier fuhren, auf Schiffe verladen werden. Von 1961 bis 1985 bestimmten große Tanker das Bild. Sie brachten Erdöl für die nahe gelegenen Depots. Das letzte Schiff legte 1985 an. Dann verkürzte man die Jetty. Und der Kampf um der Erhaltung des historischen Piers begann. Heute soll hier der beste Platz in Oz für Fischfang sein.

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