Pamela Lyndon Travers

Das Gegenteil der „schaurigen“ Vergangenheit lasen wir in einer Zeitung. Die Rentnerin Gillian Sheilds, die seit 8 Jahren in der Stadt lebt, wurde gebeten ihrer nunmehrige Heimat in fünf Worten zu charakterisieren, „Accessible to everywhere and relaxing“ (Überall leicht zugänglich und erholsam) sagte sie treffend.

Pamela Lyndon Travers Mary PoppinsPamela Lyndon Travers

Doch die berühmteste Tochter der Stadt ist die am 9. August 1899 als Tochter des  Bankmanagers Lyndon Goff und seiner Frau geborene Tochter Helen. 1923 ging sie nach England. Sie legte sich das Pseudonym P. L. Travers (Pamela Lyndon Travers) als Schriftstellerin zu. 1934 erscheint ihre berühmteste Geschichte „Mary Poppins“. Ein Welterfolg. Wer von uns Älteren kennt nicht das sagenhafte Zauberwort „Supercalifragilisticexpialidocious“? Ein Roman, den das Leben in der Familie, mit dem alkoholkranken Vaters und der Suizid gefährdeten Mutter, sicherlich inspirierte. Natürlich lässt sich die Stadt eine Darstellung mit so einer weltberühmten hier geborenen Schriftstellerin für die Öffentlichkeit nicht entgehen. Und natürlich landet Mary Poppins auch in Maryborough.

Eine weitere Sensation ist gerade vorbei. Zwischen dem 10. und 17. September trugen die Stadtschreier ihre Weltmeisterschaft aus. Eine der Berufsgruppe mit Tradition, die bis in das alte Sparta reicht. Die Stadtschreier sind seit 1066 in Großbritannien bekannt.

Leider erlaubte das Wetter kein weiteres Verbleiben. Der Regen setzte wieder mit unerhörter Stärke ein.
Glücklicherweise fanden wir bei Woolworth einen Parkplatz gleich am Eingang. So konnten wir den Einkauf für die nächsten Tage relativ trocken im Auto ablegen. Weiter nach Süden. Auf guter Strasse wird der Regen nach etwa 81 Kilometer auf dem Bruce Hwy deutlich schwächer. Jetzt sind es nur noch 165 Kilometer bis Brisbane. Aber da wollen wir erst in zwei oder drei Tagen sein.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte