Yidney Scrub Rainforest

Auf der Strecke liegt der Yidney Scrub Rainforest. Und Gestrüpp wuchert im Regenwald mehr als genug. Wir laufen ein Stück den Weg zwischen den Banksia Bäumen entlang. Diese Bewaldung gab es im Yidney Scrub Rainforest schon 1770, als Cook hier anlegte. Wo sind die Samen für den Wald hergekommen? Wasser? Wind? Aboriginals?. Es gilt als sicher, dass wahrscheinlich seit 5500 Jahren etwa 3500 Ureinwohnern, die sich auf drei Stämme verteilten, auf der 165 Tausend Hektar großen Insel lebten. Die Ankunft weißer Holzfäller 1862 beendete die Idylle. Zahlreiche Seuchen, aber auch Alkohol und Rauschgift ließ die Zahl der Ureinwohner rapide schrumpfen. 1904 wurden die Letzten deportiert.

Auf unserer Fahrt durch den Yidney Scrub Rainforest hatten wir im Norden dichte Rauchwolken gesehen. „Es gibt spontane Feuer, gezielte Abbrennungen und Brandstiftungen“ klärte uns der Busfahrer und Reiseleiter auf. Die Feuer in den großen Palm Tree Bereichen unterstützen die Metamorphose im Sandgebiet. Das ist wichtig für die Insel weil die Wurzeln der Bäume die Sandmassen stabilisieren. Und gleichzeitig können Samenkapseln bestimmter Banksia Bäume nur unter Hitze platzen.

Yidney Scrub RainforestDie Cabbage Farne erinnerten uns an Cabbage Tree Ned, der für Cobb & Co damals das englische Cricket Team durch Down under kutschierte. Er war zwar nie hier, aber Cobb & Co hatten sogar auf der Insel eine Station.

Der höchste Punkt der Insel ist eine nördlich gelegene Sanddüne namens Mt. Bowarrady, die 244 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Unser hügliger Regenwald wächst immerhin ebenfalls 140 Meter über Sea Level. Und wie! Kauri Bäume (keine Kari Bäume aus WA!) aus Neuseeland mit bis zu 70 Meter Höhe, gepflanzt von Volontären, haben zum Teil Scribble marks. Das sind ringförmige Markierungen bis unter die Rinde, die durch Schädlinge entstehen. Beim dicksten Baum beträgt der Umfang beachtliche 2,50 Meter. Weiter kann man besonders hier an der Westküste Mangroven, Zypressen und Teebäume finden. Nur auf Fraser Island wächst auch noch der Satinay (Syncarpia Hillii), dessen widerstandfähiges Holz bei Werften sehr beliebt war.

Davon gibt es aber nur noch wenige. Die Holzfäller hatten bis 1991 Raubbau an der Waldung betrieben. Satinay Bäume, die für Londons Hafendocks und für die Seitenwände des Suezkanals dienten, Brush Brox Holz zum Bau des Sydneyer Opera House. Alle mussten dran glauben. Nur das Yidney Scrub blieb verschont, da es als Erholungsgebiet deklariert war. Es ist ein majestätisches Schreiten zwischen den hohen Bäumen. Und der Fahrer hatte die einzige feste Wegstrecke zwischen den Sandpisten für unseren Spaziergang ausgewählt. Dagmar gefiel besonders eine Pflanze, die wie ein Fuchsschwanz aussah und auch Foxtail hieß.

Diese 27 Kilometer empfanden wir und auch die anderen Tourteilnehmer als sehr kurzweilig und abwechslungsreich.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte