Capricorn Küste

Weiter zur Capricorn Küste

Von Emerald sind es nur 303 Kilometer bis zu unserem nächsten Ziel. Yeppon an der Capricorn Küste. Auf dieser Fahrt durchquerten wir ein Tafelland. Trotzdem wurde die uns begleitende Vegetation immer dichter. Und das Grün war wirklich grün. Und nicht gelb oder braun. Schon nach 39 Kilometer ein erster geplanter Stopp. Ein historischer Punkt ist diese Ortschaft Comet. Nicht, weil sie 1844 als erste Gemeinde im Shire gegründet wurde. Nein! Sondern weil hier unser Ludwig Leichhardt auf seinem historischen Entdeckermarsch von der Moreton Bay bei Brisbane nach Nordaustralien am 10. Januar 1845 einen Kometen beobachtet. So bekamen die Ortschaft und der Fluss ihren Namen. Was viele nicht wissen, Leichhardt nutzte die Forschungsreise auch für geologische Studien. Und die Kohlevorkommen im dortigen Bowen Bassin wurden von ihm beschrieben. Die Königliche Historische Gesellschaft hat in Comet einen Baum gepflanzt, der für immer an den großen deutschen Forscher erinnern soll.

Blackwater – Kohlenhauptstadt Queenslands

Leichhard Dig Tree - Blackwater - QueenslandNach weiteren kurzweiligen 34 Kilometern erreichten wir Blackwater. Ein Ort, der als „Hauptstadt der Kohle“ in Queensland bekannt ist. Natürlich trägt eine der Minen den Namen von Leichhardt. Sechs Millionen Tonnen Koks und vier Millionen Tonnen Thermal Kohle, die in Kraftwerken zum Einsatz kommt, werden hier jedes Jahr gefördert und auch exportiert. Im Lions Park flattern 37 verschiedene Nationalflaggen, als Zeichen für die Menschen aus aller Welt, die hier arbeiteten. Nur 55 Kilometer südlich liegt der Blackdown Tableland National Park. Außer den spektakulären Aussichten werden auch hunderte Tiere und Pflanzen zu Beobachtung empfohlen, weil die nur noch hier existieren.
Kurz hinter der Ortschaft liegen links der Straße unendlich hohe Kohlehaufen. Über die Straße führt ein Fließband, auf der die Kohle in die vielen Güterwagen gefüllt wird.

Dingo

Dingo - Queensland - Dingo DenkmalDie eine Station hieß Dingo. Eine kleine Stadt mit einem bekannten Caravan Park, gegenüber dem Sägewerk. Irgendjemand hatte uns erzählt, es soll in Dingo ein Dingo Denkmal geben. Das haben wir nach längerem Suchen schließlich gefunden. Und auch die große Rinderzuchtstation, auf der auch rassige Pferde gehalten werden. Noch während der Weiterfahrt diskutierten wir, welche der beiden rätselhaften Deutungen zum Ortsnamen geführt haben möge. Da war einmal die Geschichte, dass ein Vermesser der Eisenbahnlinie dort Dingos gesehen hatte. Andere wiederum behaupten, der Name geht auf Moses Wafer, einen der Pioniere zurück, der nachts wegen des Heulen der Dingos dort nicht einschlafen konnte. Beim Reden bemerkten wir zur Linken einen über einen Kilometer langen Kohlezug. Drei E-Loks, dann 50 Waggons, dann erneut drei E-Loks mit wieder 50 Waggons. Toll. Und anscheinend kein Weltrekord.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte