Yeppoon Beach

Und dann haben wir die Capricorn-Küste erreicht. Bei weiterhin munteren 36° Celsius. Im Visitor Centre erfuhren wir einige Adressen für gute Unterkünfte und erhielten die Warnung, dass Benzinklau dieses Jahr im Ort häufig vorgekommen ist. Da war uns ein Parkplatz in einem Motel schon lieber. Und es klappte. Wir konnten sogar sehr preiswert ein kleines Appartement mieten. Wie Endmoränen stehen einige bewachsene Hügel in einer Kette zwischen Strand und Hinterland. Am Abend sind wir noch vier Kilometer am Strand gelaufen, ohne die Entfernung zu merken. Und neben den ganz netten Sandbereichen wechselten dann immer wieder Basaltareale, die die Beschaffenheit des Bodens beim Baden vermuten ließen. Und es stimmte.

Yeppon BeachDie Küstenstrasse von Yeppoon nach Süden hat nicht nur eine äußerst sympathische Seeseite. Nein, sie verbindet auch fünf sehr ansprechende Sehenswürdigkeiten. Der Capricorn Coast National Park umfasst nämlich fünf auseinander liegende Sektionen, die die Yeppoon Emu Park Road miteinander verbindet. Nummer 1 (Double Head section) war am Ufer gesperrt. Natürlich bin ich über die Absperrung geklettert, um so weit es ging über die roten, amorphen, hexagonalen Bergstrukturen zur Küste zu gelangen. Riesige Betonquader lagen als Wellenbrecher vor dem Felsen. Als ich zurückkam, bog gerade ein Polizeiauto um die Kurve und beobachtete uns, da wir gegenüber der Einfahrt zum Rosslyn Bay Harbour, dem mit 290 Liegeplätzen größten Yachthafen im Norden Australiens geparkt hatten. Die Polizisten folgten uns bis zum Abzweig zum 365 Meter langen Wanderweg auf der anderen Bergseite. Von da an hielten sie uns für uninteressant. Dieser unbefestigte Weg war sicher und führte zu zwei Lookouts (Fan Rock 270 Meter und Rosslyn Bay 366 Meter) mit Ausblicken, die die Aussies mit Recht spektakulär bezeichneten. Es war ein ziemlicher steiler Zick zack Kurs durch ein Dickicht von Kletterpflanzen und am Hang zum Teil schon hängenden Fig Trees. Dann kam ein Areal mit vom Wind zersausten verkümmerten Gebüsch, das in eine Grasbüschelgegend überging.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte