Darwin – Ankunft

Die Reisezeit von Albersdorf im Thüringer Holzland bis Darwin betrug wie gewohnt 33 Stunden. Allerdings sind da Zugreise bis Frankfurt/Main und die dortige Wartezeit (9 Stunden) und der 4 ½ Stunden Aufenthalt im Flughafen Singapore mit gerechnet. Eigentlich sind wir nur rund 20 Stunden geflogen. Diesmal gab es beim Flug erhebliche Probleme im Bord- TV bei der Auswahl der Filme und auch bei der Nutzung vieler anderer, eigentlich vorhandener, aber gestörter Computermöglichkeiten, die im Preise von Qantas mit enthalten sind.. Qantas bietet in der Business Class eine neue moderne Sitzversion. Einen Sitz, den man zum Bett mechanisch einstellen kann. Sicher toll. Aber rechtfertigt das eine derartige Flugpreisverteuerung? Jetzt kostet der Flug genauso viel wie ein neunzigtägiger Mittelklasseaufenthalt in Down under (ohne Automiete).

An einem Samstagmorgen gegen 05.00 Uhr landeten wir in Darwin. Alles über die Hauptstadt des Northern Territory habe ich im vorigen Buch schon beschrieben. Natürlich war der Spürhund wieder bei der Zollabfertigung. Diesmal aber ohne Probleme für mich. Wie immer wurden wir vom Pass- und vom Zollpersonal sehr höflich und freundlich kontrolliert. Die gewohnte Taxifahrt zum Best Western Hotel „Top End“. Die hatten inzwischen einen Safe neben der Rezeption. Der Code war mir per Mail mitgeteilt worden. So gelangten wir auch in den frühen Morgenstunden unproblematisch in unser Zimmer. Dass das Hotel uns für die frühe Anreise wieder einen vollen Tagessatz berechnen würde? Damit hatte ich gerechnet. Jetzt haben die aber noch einen neuen Trick auf Lager. Sie weigerten sich, da ich als Frühbucher einen Preisnachlass erhalten hatte, uns die Qantaspunkte anzurechnen. Entweder vollen Preis und Punkte oder Rabatt ohne Punkte, sagte die plötzlich nicht mehr so freundliche Dame an der Rezeption. „Take it or leave it! “ Niemand sollte sich veranlasst fühlen, so bedrängt den Vollpreis zu zahlen. Die Punkte werden, bei Einreichen der Rechnung nach der Reise, von Qantas unproblematisch gut geschrieben. Aber wissen muss man das eben.

Es war feucht und heiß in Darwin. 35 ° Celsius, Luftfeuchtigkeit um die 80 %.Die Regenzeit stand vor der Tür. Meine gewohnte Joggingstrecke von 5 Kilometern in und um den Bicentennial Park habe ich bei diesen Bedingungen wegen zunehmender Luftnot und Kreislaufproblemen abgebrochen. Gegen 10.00 Uhr weckte uns ziemlich unsanft der Zimmerservice. Glaube nicht, dass wir in diesem Hotel noch einmal Zimmer bestellen werden.

DarwinDa wir nicht zu Essen hatten war unser Weg in die Stadt zu Woolworth eine unabdingbare Notwendigkeit. Hier die nächste Überraschung. Viele Lebensmittelpreise sind in diesem Jahr teuerer geworden. Zwar nicht viel. Aber es summiert sich und bedingte eine Überrechnung unserer Finanzplanung für die nächsten 12 Wochen. Darwin ist ab November durch Hitze und Luftfeuchtigkeit wirklich belastend. Ich habe noch das fehlende Bild von der Kirchentür, die der tropische Cyclon Tracy 1974 stehen ließ, gemacht. Wir sind öfter als sonst im klimagekühlten Zimmer geblieben, haben reichlich gekühlte Getränke zu uns genommen, und sind. auch mehrmals im angenehm kühlen Wasser des Hotelpools geschwommen. Ein gravierender Fehler, der sich dann am Matilda Hwy durch akute Erkältungsbeschwerden (im Sinne einer YIN Fülle) bei uns beiden bemerkbar machte.

Nachdem Medikamente nicht halfen und ich, als gelernter Akupunkturarzt endlich auf die Idee der YIN Fülle kam, war die Heilung durch die Nadeln, die ich bei allen Reisen bei mir habe, relativ einfach und schnell. Peinlich! Peinlich! Dass ich daran nicht eher gedacht hatte.
Drei Tage würde unser Aufenthalt in Darwin dauern. Zeit für die Akklimatisierung!

Dann soll es mit „The Ghan“ nach Adelaide gehen. Glücklicherweise fanden wir im Visitor Centre von Darwin eine Informationsschrift vom Zug. Man hatte uns bei der Internetbuchung der Karten nicht mitgeteilt, dass man nur Handgepäck mit in die Abteile nehmen kann. Dazu kam die Beschränkung auf 40 Kilogramm Gepäck pro Person. Also zwei Gepäckstücke bis 20 Kg. Und vom Shuttle Service von verschiedenen Hotels zum Bahnhof erfuhren wir auch erste im Visitor Centre.

Darwin - Park gegenüber des HotelsSo packten wir noch rechtzeitig um und erfragten auch, dass das Hotel neben dem „Best Western Top End“ ein solcher Haltepunkt war. Unsere Spaziergänge beschränkten sich bei dieser feuchten Hitze auf den Park, der gegenüber unserem Hotel lag. Wieder einer dieser unvergesslich schönen Sonnenuntergänge. Völlig überraschend für uns, dass die Aboriginesfrauen diesmal sogar grüßten.

Am nördlichen Ende des Parkes liegt eine der vielen Attraktionen der Stadt. Die Aquascene. Mit der Flut kommen täglich hunderte Fische in Ufernähe, um sich füttern zu lassen.

Der Weg dorthin, zur Dr. Gullys Road 28, streift auch im Park den Atkinson Walk. Mit diesem Weg ehren die Darwiner auf vielen Keramiktafeln die Pioniere der  ersten Stunde bei der Besiedlung des NT. Ein schöner Brauch. Finde ich.
Und wir überbrückten die Wartezeit bis zur Zugabreise auch mit dem Thema des Geburtsanstiegs in Down under, da uns viele schwangere Frauen im Stadtbild von Darwin auffielen.

Noch ein Tipp: Im Internet Hotels vergleichen sollte für Jeden zur Reisevorbreitung gehören. Vermeidet eine Menge Ärger.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte