Mossman

Nur ein kurzes Stück weiter nach Norden, neben der Cane Railway kommt die Sugar Cane Area von Mossman. Schon bei der Anfahrt sehen wir der „Turm“ über Mossman, den für die Kuku Yalangi Aboriginal heiligen Berg Mt. Demi. Viele lokale Legenden gibt es über diesen Berg, über die Gegend. Und bei einer Führung, organisiert von der Aboriginal Community, erfährt man darüber auch einiges.

Mossman - Sugar Caine TrainSchon seit 1896 wird in dieser Gegend Zuckerrohr angebaut. Die alte Zuckermühle steht heute noch. 1873 benannte man den Flecken nach dem Mineralien Forscher Hugh Mosman. Dessen 11 jähriger Aboriginal Diener hatte 1872 Gold in der Nähe des heutigen Chartes Towers gefunden. Ein darauf folgender Menschenansturm von Goldsuchern und Entdeckern führte zur teilweisen Erschließung von Nord Queensland. Der Name der Ortschaft wurde allerdings 1876 bei der Gründung, also wenige Jahre später, in Mossman geändert. Diese zweite „S“ im Namen verhinderte den Streit mit dem Sydneyer Vorort Mosman.

MossmanDie alte überwiegend aus Holzhäusern bestehende Zuckerrohrstadt, durch deren Zentrum in der Entezeit schon mal die Zuckerrohrbahn fährt, ist so ein typischer Beweis für die erwähnte Begegnung der beiden unterschiedlichen Welten im Norden von Queensland. Zur See der Nevell Beach und gleich am Ort beginnend der tropischen Regenwald, mit einer Fülle von Wasserfällen und dem Mossman Gorge, einem interessanten Ausflugsziel am Eingang des Daintree NP. Auf asphaltierten Weg gelangen wir zum 1158 Meter hohen Mt. Demi. An dessen Fuß plätschert der Adelaide Creek, dessen Flussbett von glatt geschliffenen Steinen übervoll ist. Das Wasser ist ziemlich grünlich. Trotzdem tollen hier einige ausgelassene junge Menschen im Creek. Viele sitzen auch auf den Steinen. Reden, Rauchen oder Genießen ganz einfach die romantische Gegend. Es wird ein Rundweg angeboten, mit mehreren Aussichtsplattformen. Zunächst aber mussten wir auf einer Hängebrücke, der Rex Creek Suspensions Bridge, über ein trockenes Flussbett gehen. Was für Wassergewalten müssen hier während der Regenzeit wirken, wenn ich mir die glatt geschliffenen Steine ansehe.

Auf der gegenüberliegenden Seite begann der 2,5 Kilometer lange Rundkurs, der meines Erachtens mindestens zwei Kilometer länger war. Immer noch heiß, der Weg sehr steinig. So führte der Rundgang zunächst durch Sumpfland, vorbei an mächtigen Bäumen und abwechslungsreichen Feuchtland Niederbewuchs. Was für eine Artenvielfalt! Die beeindruckenden Wurzeln eine Strangler Fig Tree, dazu die vielfältigen Geräusche aus dem Regenwald, unterlegt vom gleichmäßigen Wasserrauschen. Dann ging es ziemlich stetig bergauf.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte