Gärten

Im weiten Bogen durch die Downs sind wir zur Stadt zurück gefahren. Was für ein wunderbares Stückchen Australien! Weite saftige Wiesen, sanfte bewachsene Hänge in den Downs, zufrieden Rinder, grasende Pferde. Idylle überall. Auch der Bahnhof von Murphey Creek ist natürlich historisch. Nur mit dem „Cat Motel“ konnten wir nichts anfangen. Ich glaube nicht, dass die das Gebäude nach der neuseeländischen Rockgruppe Birchville Cat Motel benannt haben. Aber ein Katzen Motel? Auch nicht möglich. Bliebe noch die zweite Bedeutung des englischen Wortes Cat. Nämlich „falsches Frauenzimmer“. Dafür standen aber zu wenig Autos vor dem Haus!

Japanischer GartenDas Erlebnis der „Gartenstadt“, ein Titel, den viele australische Städte beanspruchen, war uns einen ganzen Tag wert. Höhepunkt für uns blieb der Japanische Garten. Das ist der größte und meist besuchte Japanische Garten Australiens. Auf 4,5 Hektar sind drei Kilometer Spazierwege angelegt. Der obligatorische Teich mit Wasserfall, ein Bachlauf, Brücken, genügend stille Ecken für Besinnung und Ruhe und die vielen Fische. Der Wasserfall kam aus einer Höhe von fünf Metern und löschte den Eindruck des Rinnsals im Crows Nest National Park. Eine kleine Steininsel und ein Kieselstrand am zentral gelegen See passen schön in das Parkbild. Schade, dass wir das Blühen der vielen japanischen Pflanzen, der Kirschbäume, der Ahornbäume, der Azaleen und der Kamelien zu dieser Jahreszeit nicht genießen konnten. Volontäre pflegen und erhalten die Schönheit des Parkes unentgeltlich. Gleich dahinter das Gelände der Universität von Queensland. Der Park wird, wie mir eine Volontärin erzählte, auch von Studenten gepflegt und besonders von Touristen und Pensionären genutzt.

Eine weitere interessante Exkursion ist der Besuch der Parkreihe vom Visitor Centre in Richtung Kitchener und Mackenzie Street. Mehrer Parks reihen sich hintereinander und werden durch einem kleinen Bach verbunden, der East Creek heißt. Immerhin gibt es zwei Staustufen. Zum einen das Water Bird Habitat. Das ist 7,6 Hektar großes und unterschiedlich gestaltetes Feuchtland. Ein Biotop für die zahlreichen und unterschiedlichen Vögel. Und dann noch den Lake Annand, um den ein Neuseeland Themen Park gebildet wurde. Drei Kilometer lang ist die Parkstrecke. Man sucht beim Spaziergang in der prallen Mittagshitze den Schatten der Bäume. Aber ein großer Teil der Parks ist Grasfläche. Obwohl hier nach Angaben der Parkbehörde 2000 Büsche und Bäume gepflanzt wurden. Zum Abschluss unserer

Picnic Point AussichtGartentour sind wir noch hinauf zum Picnic Point gefahren. Auf die Höhe über Toowoomba. Ein gesuchtes Ausflugsziel der Bürger. Alles zunächst überragend der Wasserturm, der an ein UFO erinnert. Natürlich ausreichend geschützte und freie Picknickbereiche. Und mehrere Aussichtsplattformen. Wir haben den Pardalote Walk nicht bereut. Am Rande der Great Dividing Range bekamen wir einen freien Blick in die Downs, auf das Lockyer Valley, in die Umgebung von Toowoomba, die eigentlich auch „Stadt auf der Höhe“ heißen könnte. Wie so oft in Oz auch hier die gleiche Situation. Trotz der vielen Bewohner, trotz der vielen Besucher, auf unseren Wanderungen sind wir meist ungestört und allein.

Dass uns der Queens Park, der „King of them all“, der gleich gegenüber der Cobb & Co Station liegt, nicht so gefallen hat? Sicherlich nicht wegen der mächtigen Bäume von 1870, aber wohl deshalb, weil die Blütezeit der vielen Blumen vorbei war. So haben wir den Staatlichen Rosengarten im Newton Park nicht mehr besucht. Schätze, die Außentemperatur betrug mittlerweile über 36°C im Schatten. Vielleicht hätten wir eine der 22, sicher schattigen, Kirchen besuchen sollen. Aber wir waren ziemlich geschafft.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte