Wivenhoe Damm

Wivenhoe DammDer größte der Staudämme ist der Wivenhoe Damm. Eine Fläche von 10.940 Hektar wird von 462 Kilometer Ufer begrenzt. Der 44 Meter tiefe Stausee fasst 1,2 Millionen Megaliter, über zwei Mal so viel wie Wasser im Sydneyer Hafenbecken. Wichtiger noch ist die Reservekapazität. Bei Hochwasser kann der Staussee weitere zusätzliche 1,4 Millionen Megaliter aufnehmen. Das ist eine Reserve, die eine Wiederholung so schlimmer Hochwasser wie 1974, wo Brisbane und Ipswich überflutet waren, verhindern soll. 16 Todesopfer forderte damals die Flut. 300 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt und 8000 Bewohner wurden heimatlos. Der 1985 eingeweihte Damm bewirkte, dass das Hochwasser von 1999 keine Auswirkung auf Brisbane hatte. Drei Aufgaben haben solche Stauseen zu erfüllen. Durch die Wasserregulierung und Speicherung verhindern sie Hochwasserschäden, sie stellen aber gleichzeitig eine kontinuierlich Wasserlieferung für die Menschen und die Landwirtschaft sicher. Zurzeit werden täglich 780 Megaliter Wasser, das entspricht einer 780fachen Füllung des Sydneyer Olympia Schwimmbeckens, für Städte, für Farmen und für die Industrie geliefert. Gern hätten wir in der Nähe des Stausees Quartier genommen. Hier hat sich ein Zentrum des Wassersports entwickelt. Und Spazierwege um den See gibt es auch. Aber wir hätten nach Fernvale, das uns nicht so gefiel, oder nach Lowood zurück fahren müssen.

Esk sei ein ganz netter kleiner Ort, empfahl uns die Angestellte im Museum unser nächstes Ziel. Von ihr erfuhren wir auch, dass man den Stamm der Gaiarabau vom Jinibara Volk in die Baumaßnahmen einbezog, da das Unternehmen seit 1960 geplant wurde. So bestand genügend Zeit, um die heiligen Stätten der Ureinwohner zu berücksichtigen. Das letzte überlebende Mitglied des Darwarbada Stamms aus dem Caboolture Bezirk, Willie Mackenzie, half dabei mit. Mit seinem Tod 1968 starb wieder eine der einst so vielen Sprachen der Aborigines aus.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte