Shire of Balonnes

Beadmore DammZwischen Surat und St. George beginnt der Shire of Balonnes. In australische Bescheidenheit fügen die Behördengleich noch zwei weiter Namen nämlich „Western Downs“ und „Window of the West“ zu. Der Balonne River wird vor der Stadt durch den Beardmore Damm zum Lake Kajarabie gestaut. Es sind nur acht Kilometer vom Hwy bis zum Stausee. Der Stausee hat eine Kapazität von 101 Tausend Megaliter. Er ist 15,9 Meter tief und umfasst ein Reservoir von 3357 Hektar. Über Schleusentore wurde bei unserem Besuch gerade der Überfluss in den Fluss abgegeben. Schön zu sehen sind auch die Kanäle, die sich mit Wasser gefüllt haben, um unter dem Monnie Hwy im Buchinbak Weir zu münden. So ist Ballonne River bei St. Georgeneben der Verteilung des Wassers auch die Versorgung eines großen Areals gesichert. Wenn man aber sieht, dass auch der Jack Taylor Damm in St. George abgelassen werden muß, da der gestaute Fluss schon fast die Ufergrenze erreicht, ahnt man, was hier während der noch kommenden Regenzeit los sein wird.

Die großflächige Anlage am Lake Kajarabie besticht durch die Sauberkeit und die Informationstafeln. Im krassen Gegensatz dazu stehen die schmutzigsten Toiletten von Australien!
Wir verabschiedeten uns von den vielen im See schaukelnden Pelikanen. Weiter nach St. George. Eine ebenfalls saubere, lang gezogene, am Ostufer des Balonne Rivers liegende Stadt. Die Unterkünfte, die uns das Visitor Centre vermittelte, konnte man vergessen. Aber wir hatten am Ortseingang den Pelican Rest Tourist Park gesehen. Und dort war auch noch ein schöner Bungalow mit Spa (war leider defekt) frei. Die freundliche, nette und hilfsbereite Wirtin ermöglichte uns die Unterkunft für eine Nacht.

Bei einem Spaziergang durch die Stadt fielen uns die vielen asiatischen Touristen auf. Und die sehr hohen Preise. Das wäre der „Westzuschlag“ sagte mir der Verkäufer im Bottle Shop des St. George Hotel, das seit 1877 die Ausschanklizenz hat, als er mir eine Flasche Chardonnay Queen Elisabeth zu 11 Dollar (Normalpreis 5 bis 7 Dollar) verkaufte. Hätte ich ja vielleicht noch akzeptiert, wenn der Wein nicht vergoren gewesen wäre. Mit Sicherheit durch unsachgemäße Lagerung,. Denn er holte den Wein aus einem Hinterraum. Alle sehenswerten Gebäude liegen in der St. George Terrace oder in der Victoria Street, Die Wirtin hatte uns noch einen Tipp für das Tanken gegeben. An einer privaten Tanksetelle in der Grey Street war das Benzin 10 Cent /Liter billiger. Sehr erbaulich war der River Walk entlang des Balonne River bis zur Andrew Nixon Bridge, die über den Jack Taylor Weir führt. Wie gesagt, der Fluss war übervoll und durch die Schleusen rauschte das Wasser. Sehr eindrucksvoll.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte