Botanischer Garten

Botanischer GartenEin besonderes Geschenk machten wir uns am letzten Tag des dreitägigen Aufenthaltes mit dem Besuch des Botanischen Gartens, dessen Zaun gegenüber von unserem Motel lag. Trotzdem war die Fahrt mit dem Auto erforderlich, denn bis zum Haupteingang an der Gin Gin Road waren es über 1,5 Kilometer. Ein großes Areal. Drei Seen wurden im Botanischen Garten angelegt. Im mittleren See befindet sich sogar eine kleine Insel (Wildlife Island). Und um zwei Seen fährt eine auf historisch getrimmte Australian Sugar Cane Railway. Neben dem Bahnhof am historischen Museum begrüßte uns ein 50 cm langer schwarzer Lizard, der mit der Sonne die Nachtkälte aus seinem Körper vertrieb. Der Park verfügt über Fahrwege mit entsprechenden Parkflächen, damit die lauffaulen Aussies ja nicht einen Schritt zu viel tun müssen, über Wanderwege auch durch naturbelassene Gebiete. Da kommt auch schon der Erinnerungsstein an Bert Hinkler. Das ist der berühmteste Sohn der Stadt. Nur wenige Meter vor dem Parkeingang steht das Hinkler House, ein Museum, das die Ruhmestaten des Fliegers, der 1933 bei einem Flug von England nach Australien in den italienischen Appenien abstürzte. Vorher war er ein Wegbereiter der Langstreckenflüge. Seine Rekordflüge von England nach Indien und von England nach Australien machten ihn ebenso berühmt wie die Nonstopflüge London –Turin (1920) oder Sydney –Bundaberg (1921).

Es wird uns für immer unklar bleiben, dass dieses Kleinod „Botanischer Garten“ nicht zu den acht unbedingt zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten gezählt wird. Die hüglige Anlage des Parkes verbindet Waldgebiete mit der australischen Buschlandschaft und großen Wiesenarealen. Und die Luft ist erfüllt von Vogelgezwitscher. Hier um die Seen gibt es viele Nistmöglichkeiten für die zahlreichen Vögel. Und natürlich auch auf der Insel. Aber die ist, so scheint es, fest in der Hand der Ibisse. Besonders pflanzen- und tierfreundlich sind die vielen angelegten Feuchtareale. Während wir die Fontaine im See bewundern begrüßt uns einer der Volontäre, der hier unentgeltlich arbeitet. Das ist eine Australienweite positive Eigenschaft, dass Menschen nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben mit viel Freude und Einsatz zum Allgemeinwohl und für die Verschönerung der Umwelt unentgeltlich arbeiten. Der Mitarbeiter empfiehlt uns, die Außenanlagen des historischen Museums jetzt in der Frühe (9.00 Uhr) zu besichtigen, da man das zu dieser Zeit ungestört durch andere Besucher tun kann.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte