Bundaberg City

BundabergDoch davon ahnten wir am 27. November noch nichts. Wir fuhren nach der Anmietung des Zimmers in die City, denn in Oz haben auch am Sonntag 16.00 Uhr die Kaufhallen noch geöffnet. Außerdem sah ich mit Zufriedenheit, dass die Stadt eine Autowaschanlage besaß. Da wir beim Weg in die City den Burnett River überquerten und dabei auch zwei weitere Brücken sahen, haben wir diese noch besichtigt. Die Hinkler Avenue führt über die neueste seit 1995 genutzte Tallon Brücke, die den Namen einer Sponsoren Familie für den Sport in der Stadt trägt. Dahinter die Kennedy Bridge von 1889, eine Holzbrücke, und die Burnett River Traffic Bridge, die zwischen 1889 und 1891 als Eisenbrücke mit herrlichen Ornament- artigen Verstrebungen gebaut wurde. Unter diesen beiden Brücken befinden sich eine sehr gepflegte Parkanlage,  ein Erholungsbereich mit einer Bootsanlegestelle. Das war es dann aber auch für den ersten Tag in der Stadt.

Bundaberg CityAm Abend bot sich uns noch ein Naturschauspiel besonderer Güte. Ein Abendgewitter. Mehr ein Trockengewitter, kaum Niederschlag. Über der Stadt lag eine dicke dunkle Wolkendecke. Im Osten leuchtet ein gelbes helles Band und im Norden strahlt ein wolkenloser blauer Himmel. Dort beginnt auch der große schillernde Regenbogen, der sich im Grau des Südens verwischt. Immer wieder Blitze am Himmel in der schwarzen Wolkenmasse, die sich sehr scharf vom hellen Himmel im Süden absetzt. Für 15 Minuten war das Schauspiel zu bewundern. Viele Hotelgäste standen wie wir auf der Straße und sahen staunend zum Himmel. Genau 18.30 Uhr war dann absolute Dunkelheit.

Mit der Stadtgründung 1867 wurde der für DU etwas kuriose Name aktenkundig. Bunda hieß ein einheimischer Aboriginesführer. Und da damals mehrere Sachsen in die Geschichte verwickelt waren, haben sie den in Deutschland oft anzutreffende Zusatz „Berg“ auch hier durchgesetzt. Es sollte aber eigentlich „burgh“ als Endwort haben. Von Einwohnern und häufigen Besuchern wird die Stadt aber nur Bundy genannt.

Bundaberg - Whale WallEine wirklich schöne Stadt mit ziemlich europäischem Zuschnitt. Das aus Ziegelsteinen 1890 erbaute Postgebäude mit dem 40 Meter hohen Glockenturm, der kolonialen Verandagestaltung, geschützt und dekoriert durch eiserne Balustraden. Davor das unvermeidliche Kriegerdenkmal von 1921. Sehr dekorativ. Besonders bei Nacht.

Viel schöne Kirchen in der gepflegten City. Und als eine Besonderheit „The Whale Wall“ (Die Wal Wand). 1990 malte R. Wyland an ein sechs stockiges Gebäude eine Wal Familie, als Meeresmauerbild. Und wie die Aussies eben sind. Sie betonen, es war das 23. Mauerbild von Wyland. Aber sein erstes in der Südlichen Hemisphäre. Allerdings vergaßen sie, bei der Erwähnung der verbrauchten 1000 Liter Farbe zu sagen, ob das ein Weltrekord ist.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte