Wallum

Banksia Aemula im WallumSo ist das vermehrte Auftreten Fleisch fressender Pflanzen, wie Orchideen, Sonnentau und Wasserschläuche nicht verwunderlich. Und auch nicht die unübertroffene Fülle der biologischen Verschiedenheiten. Die zahlreichen Arten der Schusspflanze (Stylidium) könnten einen botanischen Garten füllen. Das Interessante bei diesen Pflanzen sind die Blüten. Der Stempel befindet sich außerhalb der Blüte an einem leicht gekrümmten Fortsatz, der unter Spannung steht. Sobald ein Insekt ihn berührt schnellt dieser hinüber zur anderen Seite, wobei der Pollen an das Tier geschlagen wird, das ihn zur nächsten Blüte trägt. So gehört eine ausgesprochen Wildflower Vielfalt auch zu den Merkmalen einer Wallum Landschaft.
Der Name „Wallum“ geht auf den Aboriginal Namen für die Gegend, in der nur hier die Banksia aemula blühte, zurück. Eine Banksia Art, von deren Blütenspitzen die Ureinwohner früher den Honig sammelten. Eine Blume, die zum Emblem der Goldküste wurde. Es ist schön, dass solche Wallum Landschaften zumindest in Botanischen Gärten erhalten bleiben.

Zunehmend muß das Heideland wegen der günstigen Lage und wegen der Bodenbeschaffenheit als Bauland herhalten.
Kaum waren wir am Rand des Gebietes verstanden wir den Hinweis das Wallum nicht zu betreten. Schimpfende Vögel machten ihren Unmut Luft. Alle Bäume strotzten vor Nestern. Die vielen Eierschalen auf dem Boden verwirrten uns etwas. Sollte das alles der Lizard getan haben, der gerade einen Baum erklomm? Wir beeilten uns, das Wallum Gebiet zu umgehen. Der Rundgang war so abwechslungsreich, dass die Aufzählung den Rahmen des Buches überschreiten würde. Regenwald, Rosengarten, offener Wald, Palm Cove, Übergangswald, Grasflachland.

Erwähnen muß ich natürlich das angenehme Sitzen in der Cafeteria. Das Eis und der Cappuccino mundeten in dieser Umgebung, bei Sonne und schöner Aussicht auf der Veranda sehr.

Dass natürlich alle möglichen Bäume. Sträucher, Blumen und Pflanzen den Weg und die Flächen säumten, glauben sie mir sicherlich. Unvergessen bleibt für mich die Überraschung meiner Frau über eine große Anlage von Strelitzien, die in Deutschland nur in Gewächshäusern wachsen und hier förmlich wuchern.

In einem Reisebericht las ich, dass der Kookaburra, der lachende Hans, überall im Park zu hören ist. Wir haben ihn nur an einer Stelle registriert.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte