Bibbawarra Bore

Jetzt hat die Regierung eingegriffen. Eine Interessengemeinschaft zur Verminderung des Rauabbaus beim großen artesischen Becken kontrolliert im Auftrag der Regierung, vergibt kontrollierte Berechtigungen an Siedler nur noch, wenn der Verschluss oder die Rohrableitung des Wassers nach Schaffung des Bohrlochs garantiert ist.

Bibbawarra Bore

Bibbawarra BoreAm Bibbawarra Bore nahe Carnarvon (WA) kann man einen artesischer Brunnen besichtigen, der zufällig beim Suchen nach Kohle 1905 in 914 Meter Tiefe gefunden wurde und aus dem seither (!) heißes Wasser (68°C) sprudelt.
Das Loch ist zum Brunnen ausgebaut, in dem das heiße Wasser fließt. Durch einen Überlauf ergießt es sich dann in die Gegend, die sumpfig, morastig und mit Schilf bewachsen war. Wenn es stimmt, was wir gelesen haben, so kommen stündlich 21.500 Gallonen Wasser aus der Tiefe. In Australien hat die Gallone wie in England 4,55 Liter. So fließen täglich über zwei Millionen Liter Wasser aus dem Bibbawarra Bore einfach so in die Gegend. Zur gleichen Zeit haben wir in der örtlichen Zeitung den Aufruf der Stadtverwaltung zum wirtschaftlichen Umgang mit dem Wasser gelesen. Vom Brunnen konnte man das Wasser bei Bedarf auch in eine betonierte Rinne leiten. Die 180 Meter lange offene Röhre führte zu einer Viehtränke, wo die Tiere von beiden Seiten trinken konnten. Das Wasser kühlte auf der langen Strecke bald ab. Die Tränke ermöglichte ab 1940 Viehtriebe durch diese Gegen

Doch mit der globalen Erwärmung der Erde werden die Regenfälle zurückgehen. Es wird eine Verschiebung der Wasserregulierung eintreten. Dürre auf dem Land und Hochwasser in den Städten, denen die durchlässigen Böden als Ausgleichflächen fehlen. Dem zu erwarteten Wassermangel kann man in Down under nur durch eine Steigerung der Menge des wieder verwendbaren Wassers begegnen. Etwa 14% in den letzten Jahren? Das ist zu wenig! War aber für Jahre wirtschaftlich, da recycliertes Wasser durch die weit vom Endverbraucher entfernten Anlagen für die Wasseraufbereitung, die Kosten für Speicherung und Transport sehr teuer ist. Und die Trinkwasserpreise in Oz sind niedrig. Der neue Trend ist der Einbau von kleinen Wasseraufbereitungsanlagen bei Bürohäusern, neben den Wohnanlagen. Entsorgung und Lieferung vor der Tür des Konsumenten. Dazu kommt, dass die veralteten derzeitigen Anlagen bei starken Niederschlägen das Regenwasser nicht völlig auffangen können.
Die Wasserdebatte in Australien ist und bleibt wie die Schädlingsbekämpfung eine unendliche Geschichte.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte