Moondarra See

Mt Isa BergwerkUnd der Erinnerungsstein direkt am Lookout erzählt, wie John Campell Miles 1923 wegen seines durstigen Pferdes zum Leichhardt River ritt und dort die ersten Hinweise auf die Erzvorkommen entdeckte. So begann die Minengeschichte von Mt. Isa. Über 21 Tausend Menschen aus 50 Nationen haben hier gearbeitet. Und ich kann mich beim Besuch des Museums des Eindrucks nicht erwehren, dass die Touristen durch die Eintrittsgelder die Rentenkasse absichern. 10 bis 29 AUD für den Museumsbesuch, 45 bis 69 AUD für die Minenführung. Unglück eingeschlossen. Denn selbst als 2002 ein Steinbruch in einen Minengang fiel, gingen die Besichtigungstouren munter weiter. Auch der Miner mit dem Presslufthammer vor dem Museum schien uns zu sagen „Seit nicht behämmert, fahrt lieber Baden“. Vorher hätten wir gern noch das Untergrund Hospital besichtigt. Das war aber wegen Renovierung bis April 2006 geschlossen.

Also haben wir, um den Tag angenehm ausklingen zu lassen, den 16 Kilometer nördlich gelegenen Lake Moondarra besucht. Niemals hätte ich geglaubt, in dieser Dürre solch eine Oase zu treffen. Der Moondarra See, 1957 als Staudamm des Leichhardt Rivers entstanden, ist der Wasserlieferant für die Stadt und die Minen und war in den 52 Jahren immerhin 18 Mal übervoll. Ein Gebiet von 430 Tausend Quadrat Meilen wird mit Wasser versorgt. Und eine 18 Meilen lange Pipeline geht zum Hauptreservoir. Ein Eldorado für Angler, Badende und Naturbeobachter. Der Schlager für die Angler ist der reiche Barramundi Bestand. Und natürlich sind genügend Barbeque Grills, Picknick Plätze; Möglichkeiten zum Bootfahren, zu Wasserski und Badestrände vorhanden. 52 verschiede Vogelarten leben am Moondarra See.
Bis zum späten Nachmittag genossen wir die Schönheit des Moondarra Sees mit seiner majestätischen Ruhe.
Moondarra See

Die Rückfahrt nach Cloncurry bestätigte uns in unserer Entscheidung, auf den Trip zu Three Ways zu verzichten. Aber wir haben es zumindest für 30 Kilometer versucht. Die rötliche Strasse, die scheinbar auf eine Hügelkette zuführt, die braunen Steine an den Seiten, dazu die wenigen Bäume, viele Hügel sind dunkel. Nicht immer können wir sagen, ob die abendlichen Schatten diese Dunkelheit bedingen oder ob die Hügel abgebrannt sind. Keine ermunterte Gegend. Auch wenn der schier endlose blaue Himmel mit einzelnen Kumuluswolken sich über der Traurigkeit ausbreitet. Und wie aus heiterem Himmel, im wahrsten Sinne des Wortes, prasselte Regen aus allen Schleusen auf uns und den einsamen Radfahrer, der in Richtung Mt. Isa fuhr und auch während des Regens nicht zu uns ins Auto wollte. Radfahrer sind eben die Härtesten, dachte ich. Alle Hochachtung vor solchen Leistungen.

Abschließend dachten wir wieder an die schwärmenden Worte einer Mitarbeiterin im Museum. „Im August müssen sie nach Mt. Isa kommen. Drei Tage feiern wir das „Annual Mount Isa Rotary Rodeo. Das ist eines der größten Rodeos auf der Welt“ Hätte ich daran gezweifelt? Immerhin feiert die Stadt im Jahr 32 Events, von denen einige über Tage gehen. Im August und September ist die Stadt 15 Tage in Festivalstimmung. Vielleicht lässt sich so die Trockenheit und Einöde besser ertragen!

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte