Winton

Man möge es mir verzeihen, aber ich denke bei Winton immer an das herrliche Outback Steak, das wir in der Gaststätte des Centre zu Mittag bestellt hatten. Der Ort ist schöner, freundlicher und sauberer als Cloncurry. Wie immer versuchen die Aussies Ikonen zu erstellen. Und genauso komisch wie „The Big Banana“ in Coffs Harbour und „The Big Pineapple“ in Nambour ist „The Big Deck Chair“ in Winton. Ein Liegestuhl in dem Abmessungen 7 Meter lang, 5 Meter breit und ohne Leiter nicht zu ersteigen.

Etwas ist bei Winton aber auch noch erwähnenswert. Nur 124 Kilometer südwestlich des Ortes, über die unbefestigte Jundah Road erreicht man Opalton, das ehemalige Zentrum eines der größten 1888 entdeckten Opalfelder von Queensland. Und jedes Jahr suchen zwischen April und September hunderte Glücksritter hier nach den begehrten Edelsteinen. Camping ist bis zu einem Monat erlaubt. Und für die Edelsteinsuche benötigt man eine Fossicker Licence, die in Winton beim Mining Registrar erhältlich ist.
Trotzdem entschieden wir uns für die Weiterfahrt nach Longreach. In der Erzählung über den Dino Trail werden wir Winton noch einmal begegnen.

Das Fahren auf dem Highway wurde in Richtung Longreach unterhaltsamer. Die Sonne strahlte hinter uns und eine 113 Kilometer lange fast gerade Strasse führt, begleitet von den Schienen der Railway, in eine der bedeutendsten Outback Städte von Queensland. Und endlich mal ein Ort, der den Namen Stadt zu recht trägt. Schon die beiden großen Brücken am Ortseingang signalisierten, dass wir uns einer richtigen Stadt näherten. Am Kreisverkehr sahen wir nach rechts eine farbenfrohe und belebte Einkaufsstrasse, dazu wirklich beeindruckende Gebäude, wie Town Hall, Post, Bibliothek, die gut ausgestattet für die Besucher einen kostenlosen Internetzugang anbietet. Bei dem Gesamteindruck, dem regelrecht städtischen Treiben, der erstaunlich belebten Geschäftsstrasse staunten wir, dass die Stadt „nur“ 4.500 Einwohner hat.

Reisebericht über Queensland – Australien – Outback und Städte